A Travellerspoint blog

Ein ganz normales Leben...

... oder wenn man nicht Student ist!

rain 29 °C
View Nicaraugua summer 2009 on Sarah_S's travel map.

Also ich muss schon sagen, an das Leben hier koennte ich mich fast gewoehnen. Alles hier ist eben etwas langsamer und entspannter hier! Ich glaube das Wort Hektik gibt es wirklich im nicaraguanischen nicht. Die letzten zwei Wochen war ich fast komplett in Tipitapa und nicht viel am herum reisen, und bin wirklich etwas zur Ruhe gekommen. Ich habe mich etwas an den Alltag hier gewoehnt.

Mittlerweile bin ich voll in der Bibliotek integriert und eigentlich fast immer dort. Normalerweise stehe ich so um 8 auf, gehe erst mal in unserer fast (nach westlichem Standart) normalen Dusche duschen. Wir haben ein Rohr das aus der Wand kommt und wo Wasser rauskommt, und einen Duschvorhang, und das beste ist... der BOden ist gefliesst. Also ich kan wirklich fast normal duschen, nur das manchmal so wenig Wasser kommt das man das Shampoo nicht mehr aus den Haaren bekommt, oder manchmal das Wassserso kalt ist das man selbst bei 35 Grad nicht drunter stehen will. Aber vergleichbar mit den Duschen in den Hausern der anderen Freiwilligen ist nicht. Bei den andern ist die Dusche draussen, und die Mauer runt um (also die Duschwaende) sind fast nicht hoch genug um einen bis zur Schulter zu verdecken ;-) und dann gibt es eine Regentonne und eine Schussel und damit wird geduscht. Das tut zwar den Jobb aber es macht einfach nicht soviel Spass wie normal zu duschen!
Nach meiner morgendlichen Dusche die oft aber nicht immer ohne das Aufeinandertreffen mit einer Terantel stattfindet, mach mir meine "Mama Chica" ( meine Gastmama) mein Fruhstuck. Normalerweise gibt es Reis mit Bohnen, in Ol gerbraten oder mit Ol gekocht, Banane in Ol fritiert, Salat mit Ol ubergossen und Avokado. Und dann Kaffe mit viel viel Zucker!!!! (Soviel zu gesunder Ernaehrung)

Danach nehme ich mein Plastiktute, die mir hier wunderbar als Handtaschenersatz dient und packe Geldbeutel, Schluessel, Stifte, Tempos (die kennen hier keine Tempos, genau wie in Afrika, die benutzen nut Klopapier zum Naseputzen und meine Schueler wollen immer ein Tempo haben) und mein Headset(Kopfhoerer) und mache mich auf den Weg in die Bibliotek. Auf dem Weg wissen fast schon alle wie ich heise und wo ich herkomme, man bekommt hier die tollsten Sachen hinterhergerufen, von einem freundlichen Guten Morgen oder Hallo, alles ueber Hubsche, Schoene, Ich liebe dich, ich will dich heiraten bis zu Angeboten wie mein Leben aussehen wuerde wenn ich mit einer der Kerle zusammen leben wuerde (ich muesste nicht waschen, nicht kochen, nicht putzen ;-)))). Also die morgentlichen Spatziergaenge zur Bibliotek sind schon immer sehr intressant. Ab und zu hole ich noch die andere Freiwillige (Sarah1) ab und wir laufen zusammen. Oft kaufen wir dann noch fur 20-30 cent 12 Bananen. Und dann oeffenen wir zusammen oder nur ich von 9-12 Uhr die Bibliotek fur die Kinder zum spielen. Dann ist immer der Teufel los, 40 Kinder oder mehr. Um 12 koennte ich dann schon wieder ins Bett gehen! Ueber Mittag sind wir eingentlich alle immer im Internetkaffe und versuchen irgendwie den Kontakt nach Hause zu bewahren.

Um eins oder zwei geht es dann je nach Tag weiter mit Matte unterricht, Englisch unterricht oder nochmal Spielestunde. UNd um 5 jeden Tag machen wir dann zu und ich mach noch Matte (jeden Tag) mit den Universitetsstudenten. Und dann gehe ich entweder heim zum Abendessen, oder wir fahren realtiv oft nach Managua ins Teater, Oper, Ballet oder einfach nur ins Konzert. Die Tickets kosten 2 Euro und es macht einfach soviel Spass. Ab und zu fahre ich zur Arbeit meiner GAstschwester, sie ist Deutschlehrerin an einer Privatschule und da helfe ich ab und zu im UNterricht. Das ist fur junge wohlhabende Studenten und mit denen gahen wir dann oft Abends noch was trinken und ueber die Welt diskutieren.

Einfach ein normales Leben. Ohne Uni! Ohne von 8-22Uhr lernen, lernen, lernen! Einfach anderst!

Letzten Freitag bin ich mit der neuen Freiwilligen Malindi in meine lieblingsstadt Granada gefaren (ca. 1 1/2) und haben dort die Stadt angeschaut und uns am Samstag in Masaya (einer anderen Stadt die eigentlich nur aus MArkt besteht) mit der Sarah1 getroffen und mal stundenlang eingekauft!!!!! AHHHH ich weis noch gar nicht wie ich mal wieder alles heim bekommen soll. Aber das loesst sich schon.

Und gerade stecken wir voll in den vorbereitungen fur ein grosses Fest in der Bibliotek am Freitag, es ist naemlich der Geburtstag der Bibliotek und da mache wir ein grosses Fest fur alle Kinder! Und das will vorbereitet sein!

Und am Samstag fahren wir alle Maedchen fur 2 Tage an Meer, so zum Abschied, das wir bestimmt auch superntoll!

SO nun wunsch ich euch allen noch eine wunderschoene Woche!

Liebe Gruesse
Eure Sarah

Posted by Sarah_S 12:34 Archived in Nicaragua Tagged volunteer

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Comments

Servus Sarah. Man erlebst du Sachen. Voll genial. Ist immer wieder total fazinierend deine Reisebericht zu lesen. Bei mir gibt es nicht viel neues. Ich muß noch zwei Wochen arbeiten und dann werd ich mit Vanessa zunächst mal 5 Tage entweder Allgäu oder Bayern in Urlaub gehen. Weiß es noch nicht. Gebucht habe ich wegen Opa noch nichts.
Genieß die restlichen Tage am anderen Ende der Welt und ich freu mich dich irgendwann mal wieder in den Arm nehmen zu können.

ganz lieben Gruß
Martin

by marvan0903

Hallo Sarah-Schatz, dein Reisebericht hat mich schon vor einigen Tagen erreicht und ich habe wieder über deinen Alltag gestaunt. Das Leben in Tipitapa hast du kennengelernt und uns auch durch Bilder etwas näher gebracht.
Deine Zeit geht nun dort bald zu Ende, noch lange wirst du an die Zeit dort zurückdenken, aber neue
Anforderungen und Erwartungen kommen wieder auf dich zu. Es ist gut, daß du das Leben der Bevölkerung dort kennenlernen konntest, so wirst du immer daran erinnert, wie gut es uns eigentlich geht und das wir hier leben können.
Wenn nicht die Sorgen um Opa wären, wäre ich
glücklich.
Ganz liebe Grüße sendet dir deine Martin-OmPa

by ellinors

Hallo liebe Sarah-Schatz, jetzt bekommst du nochmal eine comments von uns aber nicht auf deinen Reisebericht, da hast du ja schon eine bekommen, aber auf deine liebe Ansichtskarte, die gestern bei uns angekommen ist und wir haben uns riesig darüber gefreut. D a n k e.
Bald ist deine Zeit in TipiTapa vorbei uns wir sehen dich wieder. Darauf freuen wir uns schon sehr und können es kaum erwarten. Wir wünschen dir noch eine restliche schöne Zeit dort und
einen guten Rückflug und frohes Nachhausekommen.
Wir grüßen dich aus weiter Ferne mit 10000000
Grüßen und Wünschen Deine Martin-OmPa

by ellinors

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