A Travellerspoint blog

Zwischenseminar fur die zwei anderen...

... eine Woche reisen fur mich.

rain 21 °C
View Nicaraugua summer 2009 on Sarah_S's travel map.

Hier bin ich wieder, nachdem ich mich nach der vorherigen Woche im trockenen Urwald wieder erholt habe.

Letzten Sonntag morgen hatten wir Besprechung in der Bibliotek und irgenwie kam das Thema Zwischenseminar auf den Tisch. Die zwei anderen Deutschen die mit mir dort arbeiten sind naemlich ueber den Bund hier und er vordert ein Zwischenseminar wo man sich ueber seine emotionale Lage und Enwicklung austauscht ;-) und da diese Thema ja nun wirklich sehr wage kling haben wir einfach kurzer Hand beschlossen das Geld und das Seminar so zu nutzen um das Leben auf dem Land in Nicaragua und andere aehnlich Projekte kennenzulernen. Und weil hier Planungen sowieso nicht so viel helfen (weil sich nie einer dran haelt) haben wir kurzer Hand beschlossen am naechsten morgen los zu gondeln. Und in Begleitung einiger mehr oder weniger offizieller Seminarleiter und Guides (die anderen lokalen Freiwilligen) sind wir dann am Monag frueh morgens los. Und nach einigen Stunden in einem Bus der so voll war dass Leute oben drauf sitzten mussten und ueber Strassen die diesen Namen kaum verdienen kamen wir in einer kleinen Ortschaft am Lago Nicaragua, wo Familie von einem unserer Gastbrueder wohnt. Ausserdem ist dort eine andere Bibliotek die von einer Deutschen vor ca. 20 Jahren eroeffne wurde (also die gibs schon laenger als unsere). Und die haben wir dann den ganzem Mittag ausfuehrlich besichigt und die Freiwilligen dort ausgefragt und uns viele neue Ideen bekommen und uns Ratschlaege geben lassen. Die Freiwilligen dort wohnen nicht in Familien sondern haben ein Haus wo sie zusammen wohnen und in dem Haus haben wir dann uebernachtet und es abends nochmal richtig krachen lassen. Die Dorfjugend hatte sich dann auch bei uns versammelt und desto spaeter es wurde desto staerker wurde die Idee aus der Terrasse eine Tanzflaeche zu machen, und nach genug Bier wurde dieses Vorhaben dann auch in die Tat umgesetzt. Mitten in der Nacht haben die Sarah und ich dann exclusiv Hinterwackeln( a la Nicaragua) Unterricht von den Maedels bekommen waerend sich die Jungs alla absichtlich hinter uns positionier hatten und vor Lachen schirr vom Stuhl gefallen sind haben wir versucht unsere bestes zu tun und unsere Hintern genau wie die andren zu schwingen. :-) Es war auf jeden Fall sehr lustig.

Am naechsten morgen haben wir dann wieder einen Bus genommen der uns etwas weiter noerdlich mitten in der Pampa rausgeschmissen hatt. Dort hat dann schon ein Onkel von jemandem mit Pferden auf uns gewartet und dann sind wir mit allem Gepaeck stundenlang durch die Wildniss geritten. Und dann kamen wir wirklich auf einen Weg der uns zu einer kleinen (und ich meine klein - ein Haus mi 2 zimmer und kueche) Farm gebracht hat. Und dort, mitten im nirgendwo, in den nicaraguanischen Bergen, im Urwald, wo immer mal wieder kleine Felder sind ow die Leute das zum ueberleben notwendige anbauen, sind wir dann geblieben. Gewaschen wurde im Fluss der ungefaehr 100 meter weg war, darin wurde auch abgewachen, geduscht (oder wie man es nennen will sich einzuseifen sich dann das Wasser mi einer Schuessel ueber den Kopf zu giesen) und Wasser geholt. Die Kueche besteht aus einem Wassereimer, einer Holzplatte, Geschirr das von den Waenden und der Decke haengt und einer Freuerstelle. Dann gibt es ein kleines Schlafzimmer mit vielen kleinen selbstgezimmerten Betten und einen grossen Raum der lehr ist. Dort haben wir dann geschlafen, in Haengematten und auf Klappbetten. Die Leute dort haben gerade nicht besonders viel zu tun, es ist nich Erntesaesong und es muss auch nicht gesaeht werden, also kann man sich den wichtigen Dingen im Leben wittmen, ausruhen, waschen, lesen, kochen, baden, ausruhen. Wie haben dann Tagsueber wenn wir nicht in der Haengematte lagen und unsere emotionale entwicklung diskutiert haben, die gegend erkundet, viele kleine Wasserfaelle gefunden, sind den Fluss hochgeschwommen, gewatet und haben kleine Grotten endeckt, .... haben es uns einfach gut gehen lassen.

Und dann sind wir morgens um 2 wieder mit den Pferden aufgebrochen um den einzigsten Bus um 6 an der Strasse anzuhalten und wieder in die Zivilisation zurueckzukehren. Toller Nachtritt.

Wir sind dann weiter gefahren in Richung der Grenze zu Honduras. Und als wir dann mittags mitten im nirgendwo an der Strasse standen und auf einen Bus gewartet haben, kam die Sarah auf die Idee das es doch viel schnellen und billiger ist auf so einem Jeep hinten aussen mitzufahren. Und da haben wir zwei Maedels und an die Strasse gestellt und die Daumen in den Wind gehalten. Und sehe da, keine 10 Minuten spaeter haelt ein junger Kerl an und laesst uns alla hinten drauf mitfahren. Sei dem ich in Argeninien allein im Torres del Paine war, seitdem ich in Argentinien angelkommen bin un da das erste mal im alleine im Bus sass und auf dem Weg nach Ushuaia was habe ich ein solches Gefuehl der Freiheit nicht mehr gehabt. Es gibt nur ganz wenig solche Augenblicke wo man die Freihei und das Glueck das sie mit sich bringt so koerperlich spuehrt dass man Gaenzehaut und Traenenin die Augen bekommet. Und dann sassen wir da haben die Wildniss an uns vorbei saussen gesehen und einfach fur ein paar Stunden nur gelebt, nichts gedacht, uns um nichts Sorgen gemacht, nur gelebt!

Als wir dann bester Laune in Ocutal einem kleinen Dorf an der Grenze zu Honduras ankamen, haben wir dort nochmal eine Bibliotek angeschaut und weitere Ideen gesammelt. Abends haben wir noch die Stadt angeschaut und am naechsten Tag sind wir auch schon wieder auf dem Weg nach Sueden gewesen, zu anderer Verwandschafft die im Kaffeanbaugebiet wohnt. Und dort haben wir die letzten 2 Tage verbracht, haben uns erklaehren lassen wie das mit dem Kaffe funktioniert, die "Bananenplantagen" angeschaut und gesehen wie die Leute da leben.

Also das Zwischenseminar hat uns allen auf jeden Fall viel Spass gemacht und wir haben viel gelern!

Nun muss ich los, hab gleich matteunerricht!

Liebe Gruesse
Sarah

Posted by Sarah_S 11:36 Archived in Nicaragua Tagged volunteer

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Comments

Hi Sarah,

jetzt will ich doch auch mal wieder einen Comment schreiben; habe ja langer nichts mehr von mir hören lassen. Die letzten Wochen waren aber auch ziemlich stressig im Geschäft und ich hatte wenig Zeit. das geht jetzt noch vier Wochen so weiter und dann hoffen Mama und ich, dass wir nach langer Zeit auch mal wieder einen richtigen Urlaub machen können.

Balu ist am Mittwoch wieder mal an der Pfote geschnitten worden und jetzt muss er zwei Wochen konsequent Antibiotika nehmen, damit das endlich mal wieder aufhört. Man hat gemerkt, dass er richtig starke Schmerzen gehabt hatte.

Mama hat zurzeit fast jeden tag Abschlussstunde und muss ziemlich viel vorbereiten; außerdem hat(te) sie in Sachen Gemeinderat einen wirklich schweren Fall, der uns auch heute wieder ganz schön beschäftigt hat.

Ich hoffe, dass ich jetzt endlich nächste Woche von der "Schulleiterfunktion" entbunden werde, damit ich jetzt endlich in aller Ruhe und mit aller zeit meiner neuen Aufgabe nachkommen kann. Drei Stellen gleichzeitig zu haben ist ganz schön stressig.

Nächste Woche bin ich ab Dienstag in Freiburg, wo ich dann aber auch zwei ruhige Tage habe.

Deine Storie vom Ausflug an die Grenze von Honduras liest sich wirklich toll; da konntet ihr ja über die Grenze in ein Land schauen, in dem gerade das Miltär geputscht hat, was ja in Mittelamerika keine Seltenheit ist bzw. war.

Auch die Bilder sind hochinteressant und man kann sich so etwa vorstellen, wie es bei Euch aussieht. Ich hätte mich aber gefreut, wenn ich noch ein Bild einer Kukaratscha gefunden hätte, so wie sie bei Euch rumlaufen.

Auch das Clo bei Hochwasser wäre interessant gewesen, aber das kann man wahrscheinlich nicht so einfach fotografieren.

So, jetzt reicht es für heute, kannst uns ja heute abend noch anrufen.

Liebe Grüße Pamaba

by ellinors

Hallo Sarah-Schatz, deinen Reisebericht habe ich wieder mit viel Interesse gelesen und beim Lesen und dem Anschauen der passenden Bilder dazu, konnte ich mich doch etwas in dich hineinversetzen. Du hast wieder so anschaulich geschildert und dann deine Bilder dazu, man könnte meinen, man ist dabei.
Du hast wieder so viele interessante Erlebnisse
gehabt, wie du den Ritt beschrieben hast und dann
die dazugehörenden Bilder, ich konnte mir das so richtig vorstellen.
Kaffeebohnen und Kaffeesträucher habe ich bisher auch noch nicht zu sehen bekommen. War alles sehr interessant. Nur beim berichten, daß du (ihr)
per Anhalter gefahren seid, ist mir schon etwas anders geworden. Gott sei Dank hast du alles gut überstanden.
Gestern waren die Ullis und ich im Robert Bosch Krankenhaus und haben Opa besucht. In der kurzen Zeit, wo er jetzt dort ist, hat er schon Fort-
schritte gemacht. Opa ist mit uns und mit seinem
Rollator bis in die Cafeteria gelaufen, dort haben wir dann auf der Terrasse gesessen und
Late Machiato getrunken und Kuchen gegessen.
Opa will aber das nächste Mal wieder einen richtigen Kaffee trinken. der schmeckt ihm besser.
Als wir dann heim fuhren, sind wir noch in die Sportgaststätte in Weinsberg (hat Martin Konfirmation gehabt, aber mit einem anderen Wirt)
eingekehrt und haben zu Abend gegessen
Nächste Woche geht der Reha-Aufenthalt zu Ende und wenn keine Verlängerung eintritt, darf Opa heim, darauf freut er sich schon, was auh verständlich ist nach 6 Wochen Klinik.
Nun liebe Sarah wünschen wir dir noch eine schöne Zeit und grüßen dich herzlich deine MartinOmPa

by ellinors

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